Sehr geehrter Herr Bischof Kapellari,
im Zusammenhang mit der Diskussion um den »Aufruf zum Ungehorsam« der Pfarrer-Initiative werden Sie von der Katholischen Presse-Agentur Österreich wie folgt zitiert:
Wie der stellvertretende Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz sagte, könne über einige Forderungen der Pfarrer-Initiative durchaus diskutiert werden, etwa über die stärkere Beteiligung von Laien an Leitungsfunktionen in Pfarren. Nicht verhandelbar sei hingegen die Forderung nach dem Frauenpriestertum. Hier hätten sich zwei Päpste »mit hoher theologischer Qualifikation« dagegen ausgesprochen, auch wenn er – Kapellari – wisse, »dass das viele nicht verstehen«. Eine Änderung in dieser Frage könnte es nur durch ein Konzil geben.
Ich setze voraus, dass Sie als langjähriger Diözesanbischof der römisch-katholischen Kirche Ihre Worte in einer in der Öffentlichkeit sehr aufmerksam verfolgten Angelegenheit sorgfältig wählen und die dogmatischen und kanonistischen Aspekte dieser Frage intensiv reflektiert haben. Außerdem gehe ich davon aus, dass Sie von der Katholischen Presse-Agentur korrekt zitiert werden, ansonsten bitte ich um Übersendung des genauen Wortlautes Ihrer Äußerungen. Read the rest of this entry »
Tags: Christentum, Frauenordination, Katholizismus, Kirchenreform
»Wo Gott ist, da ist Zukunft« (so das Motto des Papstbesuches im September), und wo Kardinal Ratzinger früher als Großinquisitor Präfekt der »Kongregation für die Glaubenslehre« hinlangte, da wächst kein Gras mehr, darf man ergänzen. Nicht nur aufmüpfige Theologen wie Leonardo Boff, Charles Curran, Ernesto Cardenal, Matthew Fox oder Tissa Balasuriya fielen in den letzten Jahrzehnten dem als »Panzer-Kardinal« oder »Rottweiler Gottes« berüchtigten obersten Glaubenswächter zum Opfer, auch das »Zentralkomitee der deutschen Katholiken« (ZdK) wurde wegen des gemeinsam mit Protestanten gefeierten »Ökumenischen Kirchentags« 2003 heftiger Kritik aus Rom unterzogen. Read the rest of this entry »
Tags: Christentum, Katholizismus, Kirchenkritik, Papst
Unter der Überschrift »Neuer Beitrag zum Dialogprozess« ist heute ein Text des Freiburger Fundamentaltheologen Prof. Dr. Magnus Striet erschienen. Nach der Lektüre fragt man sich, ob hier wieder einmal ein Musterbeispiel dafür vorliegt, wie sich römisch-katholische Theologen unklar ausdrücken und vermeintlich »fein raushalten« wollen, aber damit den status quo unterstützen? Oder gibt es ähnlich wie bei Dr. Jekyll und Mr. Hyde auch »zwei Seiten« bei Professor Striet? Read the rest of this entry »
Tags: Christentum, Katholizismus, Kirchenreform, Theologie













