Thomas Wystrach on Februar 8th, 2010

Wer nicht selbst Opfer sexualisierter Gewalt geworden ist, kann kaum nachempfinden, welche tiefen Verletzungen an Körper und Seele solche Verbrechen verursachen. Insbesondere Kinder und Jugendliche, die sich in prägenden Entwicklungsphasen befinden, beschädigt der so genannte »sexuelle Missbrauch« so sehr, dass oft kaum noch Chancen für ein gelingendes Leben, eine vertrauensvolle Partnerschaft und eine erfüllte Sexualität bestehen. Bei der Beschäftigung mit diesem Thema müssen daher die Opfer im Mittelpunkt stehen, ihnen müssen Solidarität und Hilfe entgegengebracht werden, sie dürfen nicht in eine dauerhafte Opferrolle gezwungen werden. Beim jüngsten Skandal um sexuellen Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche bemerkt man von dieser Perspektive (trotz des lobenswerten Engagements insbesondere von Verantwortlichen der Jesuiten) immer noch zu wenig. Read the rest of this entry »

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Thomas Wystrach on Dezember 8th, 2009

Für Luis Kardinal Aponte Martinez, emeritierter Erzbischof von San Juan aus Puerto Rico, ist der Titel »Miterlöserin« für Maria schon heute »sensus fidelium« (Glaubenssinn des Volkes). Deshalb lädt er weltweit kirchliche Würdenträger ein, mit einem persönlichen Brief an Papst Benedikt XVI. die Bitte nach einer dogmatischen Definition dieser Lehre zu unterstützen. Es geht dem Kardinal und seinen Gesinnungsgenossen nach einem Bericht der Nachrichtendienste ZENIT und kath.net darum, dass

»die Selige Jungfrau Maria als geistliche Mutter der Menschheit; als Miterlöserin mit Jesus, dem Erlöser; als Mittlerin der Gnaden mit Jesus, dem einen Mittler, und als Fürsprecher mit Jesus Christus für die ganze Menschheit«

verkündet werden soll. Dieses Anliegen war bereits an Papst Johannes Paul II. herangetragen worden, damals seien es 500 Bischöfe und 42 Kardinäle gewesen, die dem Heiligen Stuhl mehr als fünf Millionen Unterschriften präsentierten. Read the rest of this entry »

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Der frühere Präsident des Päpstlichen Rates für Krankenpastoral (!), Kardinal Javier Lozano Barragan, hat in einem Interview mit dem römisch-katholischen Online-Magazin »Pontifex« seine offenbar unfehlbare Erkenntnis offenbart:

»Homosexuelle und Transsexuelle werden niemals in das Himmelreich kommen. Das sage nicht ich, sondern der Heilige Paulus.«

Man komme nicht als Homosexueller auf die Welt, man werde es. Es gebe für Homosexualität verschiedene Gründe, die mit der Erziehung und mit mangelnder Entwicklung der eigenen Identität in der Pubertät zusammenhingen, konstatierte der mexikanische Kardinal laut einer Meldung der österreichischen Zeitung DIE PRESSE.

»Wahrscheinlich sind Homosexuelle nicht schuldig, doch indem sie gegen die Würde des Körpers handeln, werden sie sicher nicht in den Himmel kommen. Alles, was sich gegen die Natur und die Würde des Körpers richtet, beleidigt Gott«,

so Barragan.  Read the rest of this entry »

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