Thomas Wystrach on September 4th, 2012

Seit einigen Tagen kursiert im Bistum Limburg ein Text eines mir unbekannten, aber offensichtlich gut informierten Dichters, der das umstrittene Wirken des römisch-katholischen Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst treffend beschreibt.

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Thomas Wystrach on Juni 25th, 2012

»Einen neuen Aufbruch wagen« lautete das Leitwort des Katholikentags, der vom 16. bis 20. Mai 2012 in Mannheim stattfand. Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hatte damit einen Slogan der Deutschen Bischofskonferenz aufgegriffen, mit dem ein »Gesprächsprozess« der katholischen Kirche in Deutschland in Gang gesetzt werden sollte. Diese Reaktion auf den dramatischen Verlust an Glaubwürdigkeit und die Rekordzahlen bei den Kirchenaustritten vor allem wegen der bekanntgewordenen Fälle sexualisierter Gewalt in der Kirche hatte hohe Erwartungen geweckt. Read the rest of this entry »

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Thomas Wystrach on Mai 10th, 2012

Pünktlich zum Katholikentag 2012, der verspricht, »einen neuen Aufbruch wagen« zu wollen, hat sich der Veteran der römisch-katholischen »Konzilstheologie«, Hans Küng, in der Süddeutschen Zeitung zu Wort gemeldet und seine Absage für die in Mannheim geplante »Konzilsgala« (das Programm verspricht »historisch-heitere Erinnerungen an das zweite Vatikanische Konzil und seine Folgen«) begründet:

Zu einer festlichen Konzilsgala besteht meines Erachtens kein Anlass, eher zu einer ehrlichen Bußandacht oder zu einem Trauergottesdienst. Überall auf der Welt empfinden viele Katholiken eine tiefe Trauer über die Entwicklungen unserer Kirche in den letzten drei Jahrzehnten, und nicht wenige haben deshalb in den letzten Jahren unserer Kirche den Rücken gekehrt.

»Statt Konzilsgalas von oben braucht es Kirchenreformen von unten!«, fordert Küng, doch sein Text bedient trotz Sympathiebekundungen für die Pfarrer-Initiative aus Österreich wieder einmal die in der Kirchenreformszene verbreitete »Konzilsnostalgie«. Read the rest of this entry »

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Thomas Wystrach on März 1st, 2012

Sehr geehrter Herr Pfarrer Rapp,

in einem Interview, das heute im Deutschlandradio Kultur ausgestrahlt wurde, haben Sie sich zur Frage der Frauenordination in der römisch-katholischen Kirche wie folgt geäußert:

Ich kann mir Priesterinnen vorstellen (…) ich tu mich nach wie vor schwer mit den lehramtlichen Aussagen, warum Frauen nicht zu Priestern geweiht werden (…) Die haben mich noch nie persönlich überzeugt. Und im Gespräch mit vor allem auch jungen Menschen merke ich, da ist keine Überzeugungskraft drin.

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Thomas Wystrach on August 30th, 2011

Sehr geehrter Herr Bischof Kapellari,
im Zusammenhang mit der Diskussion um den »Aufruf zum Ungehorsam« der Pfarrer-Initiative werden Sie von der Katholischen Presse-Agentur Österreich wie folgt zitiert:

Wie der stellvertretende Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz sagte, könne über einige Forderungen der Pfarrer-Initiative durchaus diskutiert werden, etwa über die stärkere Beteiligung von Laien an Leitungsfunktionen in Pfarren. Nicht verhandelbar sei hingegen die Forderung nach dem Frauenpriestertum. Hier hätten sich zwei Päpste »mit hoher theologischer Qualifikation« dagegen ausgesprochen, auch wenn er – Kapellari – wisse, »dass das viele nicht verstehen«. Eine Änderung in dieser Frage könnte es nur durch ein Konzil geben.

Ich setze voraus, dass Sie als langjähriger Diözesanbischof der römisch-katholischen Kirche Ihre Worte in einer in der Öffentlichkeit sehr aufmerksam verfolgten Angelegenheit sorgfältig wählen und die dogmatischen und kanonistischen Aspekte dieser Frage intensiv reflektiert haben. Außerdem gehe ich davon aus, dass Sie von der Katholischen Presse-Agentur korrekt zitiert werden, ansonsten bitte ich um Übersendung des genauen Wortlautes Ihrer Äußerungen.  Read the rest of this entry »

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